Kulturelle Bildung und ihre Relevanz

Kulturelle Bildung ist ein Teil der allgemeinen Bildung, die sich im Medium der Künste vollzieht (Liebau et al. 2013) und sich fächerübergreifend, partizipativ, prozessorientiert und ergebnisoffen organisiert. Sie regt zum Perspektivwechsel an, fördert eine kritische Auseinandersetzung mit der Welt, ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe und stärkt emotionale und soziale Fähigkeiten. In der Empfehlung der Kultusministerkonferenz von 2013 heißt es: „Eine Gesellschaft, die die kulturelle Bildung von Heranwachsenden stärkt, schafft damit zugleich wichtige Grundlagen ihrer eigenen Zukunftsfähigkeit“; kulturelle Bildung kann und muss somit Anliegen bundesweit sein.

Das Netzwerk Kreativpotentiale im Dialog

Um kulturelle Bildung als Teil der allgemeinen Bildung im Schulsystem zu verankern, fördern wir mit dem Projekt „Kreativpotentiale im Dialog“ den länderübergreifenden Wissensaustausch zwischen Akteur*innen aus der ganzen Breite des Feldes der kulturellen Bildung. Wissen, Erkenntnisse und Ideen, wie Schulentwicklungsprozesse mit und durch kulturelle Bildung erfolgreich gestaltet werden können, werden in diesem Netzwerk zugänglich gemacht und verbreitet. Ebenso wie Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Entwicklung nachhaltiger Kooperationen mit Kunst- und Kultureinrichtungen. Einen aktuellen Schwerpunkt bildet das Thema Nachhaltigkeit. Mit unseren Partner*innen aus fünfzehn Bundesländern wirken wir zudem darauf hin, kulturelle Bildung in den Bildungssystemen der Bundesländer strukturell zu verstetigen.

Eine Papier-Collage mit Haus und Hügeln und Wiesen. Collagen illustrieren das Thema kulturelle Bildung im Projekt Kreativpotenitale im Dialog. Bild: Bijan Dawallu

Collagen illustrieren das Thema kulturelle Bildung im Projekt Kreativpotentiale im Dialog. Bild: Bijan Dawallu

Unsere Formate bei Kreativpotentiale im Dialog

Den Wissensaustausch innerhalb unseres Netzwerks organisieren wir über eine Vielfalt an Formaten, mit denen wir flexibel auf die Bedarfe unserer Partner*innen reagieren. Diese Formate umfassen den vertraulich-kollegialen Austausch im Rahmen von Fokusgruppen oder Runden Tischen ebenso wie das halbjährlich stattfindende Format Werkstatt, welches sich insbesondere an die Referent*innen und Projektkoordinator*innen der Länderprojekte richtet. Unser größtes Format ist das jährlich stattfindende Forum Kreativpotentiale, das die gesamte Breite der Kreativpotentiale-Akteur*innen – von Schüler*innen und Lehrkräften, Künstler*innen und Entscheidungsträger*innen aus Kultureinrichtungen oder der öffentlichen Verwaltung bis hin zu Vertretungen aus der Wissenschaft – mit weiteren Akteur*innen und Gestalter*innen des Feldes kulturelle Bildung zusammenbringt. Das letzte Forum Kreativpotentiale fand vom 28. bis 29. September 2021 in Leipzig statt und erkundete unter dem Titel „Das kann nicht weg!“, warum und wie der Nachhaltigkeitsdiskurs mehr kulturelle Bildung braucht.

Neben den benannten Formaten für Gruppen bieten wir immer auch individuelle Begleitung und Beratung an – für einzelne Länder und/oder Akteur*innen. Die Ausgestaltung richtet sich dabei nach der jeweiligen Einzelsituation und Fragestellung. Die Publikation “Umstand Abstand” beispielsweise bringt Positionen von Künstler*innen zur digitalen kulturellen Bildung zusammen.

Umsetzung durch Wider Sense TraFo, gefördert durch die Stiftung Mercator

„Kreativpotentiale im Dialog III“ wird bis 31.12.2022 gefördert durch die Stiftung Mercator. Nach vier Jahren in der Trägerschaft der gemeinnützigen Organisation MUTIK wechselte „Kreativpotentiale im Dialog“ Anfang 2020 zur Wider Sense TraFo gGmbH. Erfolgreiche Ansätze und Formate werden hier fortgeführt und durch neue Impulse sowie Expertise aus dem Beratungsbereich ergänzt.

Quervernetzt und zusammengedacht wird das Netzwerk der Kreativpotentiale dabei auch mit weiteren Projekten der Wider Sense TraFo gGmbH im Bereich kulturelle Bildung.